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Tipps für Schüchterne, um eine Präsentation zu halten.

Im Job, Schule oder Studium gehört es mit dazu vor Mitarbeitern, Kunden oder Kollegen etwas zu präsentieren. Für viele Menschen ist das aufregend, aber auch gut zu schaffen. Für schüchterne Menschen ist es aber ein Alptraum!
Schnell kommen alle möglichen Gedanken rund um Katastrophenszenarios, befürchtete Blackouts oder Gedächtnisverlust zusammen. Ängste vor sarkastischen Bermerkungen, Fragen, die man nicht beantworten kann, oder dass Teilnehmer den Raum verlassen, kommen noch hinzu. Die Befürchtungen lassen die Vorbereitung schon zur Qual werden. Eine Woche vor der Präsentation schlafen sie schlecht, haben wenig Appetit. Die Nacht vor der Präsentation erleben sie in nackter Panik.
Wer introvertiert, schüchtern ist oder sich als wenig selbstbewusst erlebt, hat mit einer Präsentation oder Rede größte Mühe. Auch ein Seminar über Rhetorik ändert da zuweilen wenig. Gehört etwas Anspannung und Nervosität, sowie erhöhter Pulsschlag ja durchaus dazu, um auch die richtige Konzentration zu haben, gibt es auch Techniken, um die Aufregung etwas im Zaum zu halten:

Riskieren sie, ehrlich zu sein!


Man wird seine Aufregung kaum überspielen können. Die Stimme, die Mimik, die Körpersprache, irgendwas verät einen. Und das ist auch nicht schlimm. Jeder Zuhörenden wird mitfühlen können, kennt doch fast jeder die Situation. Verstellen sie sich also erst gar nicht und versuchen die Aufregung zu überspielen. Sie können so sein, wie sie sind! Ihre Gefühle nicht zu verstecken oder zu maskieren. Wenn Sie aufgeregt sind am Anfang, sagen Sie es einfach. Das hat einen wichtigen Effekt. Sie haben sofort die Aufmerksamkeit der Zuhörer.

Machen Sie vor dem Vortrag Kontakt!

Ein bischen Smalltalk mit dem Publikum, bzw. einzelnen Zuhörern kann extrem entspannend wirken und einem das Gefühl geben nicht so isoliert vom Publikum zu sein. Meist kommen die Leute ja nacheinander rein. Ist man frühzeitig anwesend, kann man ein zwangloses Gespräch anfangen. Über das Wetter, über die Stadt oder auch darüber, was Sie an dem Thema besonders interessiert.
Das hat zwei Vorteile: Zum einen „wärmt“ man sich selber damit an. Man spricht schon ein bisschen, verliert etwas Nervosität. Zum anderen kann man diese Menschen während des Vortrags als Anker nutzen. Man kann immer mal wieder zu ihnen hin schauen und meist gucken diese ganz freundlich, nicken dazu – und man holt sich Bestätigung.

Machen Sie Ihre Hausaufgaben – und vergessen Sie sie.

Natürlich sollte man sich gründlich auf Thema vorbereiten. Aber wenn Sie zu sehr an Ihrem vorher ausgearbeitetem Manuskript kleben, wird Ihr Vortrag weniger lebendig. Lebendigkeit ist aber wichtig. Ihr Vortrag soll nicht klingen, wie eine Aufnahme vom Band, bei der alle Fehler rausgeschnitten sind.

Machen Sie sich Stichpunkte. Und reden Sie dann drauf los. Sie kennen doch Ihr Thema. Mit Sicherheit besser als jeder im Publikum. Reden Sie drauflos. Und wenn Sie mal den Faden verlieren, machen sie eine kurze Pause und setzen beim nächsten Stichpunkt wieder an.

Seien Sie evtl. sograr so ehrlich und sagen Sie es einfach: “Jetzt habe ich den Faden verloren. Kennen Sie bestimmt. Man weiß genau, was man sagen wollte – und schwupps, ist es weg. Was machen wir jetzt? Hat jemand eine Idee?” oder fragen sie das Publikum „Wo waren wir gerade stehen geblieben?“

Sorgen Sie für Gespräche!

Kaum jemand kann länger als zwanzig Minuten konzentriert zuhören. Ihr Publikum auch nicht. Es braucht eine Abwechslung. Deshalb gibt es Pausen, wo Menschen auf Toilette gehen können, etwas trinken oder essen – aber vor allem sich mit anderen unterhalten können.

Nehmen Sie also dieses Bedürfnis nach Abwechslung ernst und geben Sie dazu Gelegenheit während Ihrer Präsentation.

Stellen sie Fragen!
Die Frage sollte zu dem gerade behandelten Thema passen. Sie sollte möglichst einfach sein, so dass fast jeder etwas dazu sagen kann. Und warten Sie auf Antworten. Falls sich niemand traut, trauen Sie sich und gehen direkt zu jemand in der ersten Reihe und sagen Sie freundlich zu ihm: “Und was wäre Ihre Antwort.”

Arbeiten Sie mit Schock, Überraschung und Humor.

Ihre Zuhörer sind nicht nur Linie an Ihren Informationen interessiert. Wenn dem so wäre, könnten Sie Ihren Vortrag auch als Email verschicken oder als Handout verteilen und jeder liest es sich durch.

Nein, es muss einen Sinn machen, warum diese Menschen körperlich anwesend sind. Und der Sinn sind die Emotionen, die Ihre Zuhörer erleben während Ihres Vortrags. Und diese Gefühle müssen Sie hervorrufen.

Emotionen wecken Sie aber nicht durch endlose Zahlenkolonnen, trockene Sprache und nüchterne Fakten. Die lassen sich natürlich nicht vermeiden aber Sie sollten Sie so verpacken, dass bei Ihren Zuhörern Gefühle entstehen. Wenn Sie das nicht schaffen, wäre es einfacher, Sie schicken Ihren Vortrag jedem als Powerpoint oder per Rund-Mail auf seinen Rechner.

Um Gefühle hervorzurufen, brauchen Sie kein begnadeter Redner oder Comedian zu sein. Besser geeignet sind Bilder. Und zwar Bilder, die überraschen, schockieren oder belustigen. Oder sie sind spontan, schlagfertig und können vor allem auch über sich selbst mal lachen!

Fazit: Verstecken Sie nicht Ihre Schüchternheit. Machen Sie eine Stärke daraus.

Tun Sie erst gar nicht so, als wäre eine Präsentation oder ein Vortrag vor fünfzig Leuten für Sie ein Kinderspiel. Erstens wird man es Ihnen nicht glauben. Und zweitens haben Sie in diesem Moment achtzig Prozent des Publikums auf Ihrer Seite, dem es in Ihrer Rolle genauso gehen würde.

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